Page 4 - Fortbildungsprogramm_Wuppertal_2024
P. 4
Familienbildung
Teamfortbildungen » Gespräche führen mit Fingerspitzengefühl – eine individuelle Förder-und Teilhabeplanung
Gelingende Elternkooperation bei Kindern erstellt werden muss. Der Blick aufs Kind, mit
» Kinderrechte, Kinderschutz und mit Förderbedarf dem Anspruch, fachlich entsprechend zu re-
Kindeswohlgefährdung Teamfortbildung für pädagogische Fachkräfte/ agieren, ist heute eine Selbstverständlichkeit.
Teamfortbildung für pädagogische Fachkräfte/ Kindertagesstätten der Stadt Wuppertal Genau das ist aber ein neues Lernfeld für päda-
Kindertagesstätten der Stadt Wuppertal Die Erkenntnis, ein Kind mit einer Behinderung gogische Fachkräfte. Teilhabe- und SMART-Ziele
Themen: oder mit einem Förderbedarf bekommen zu zu entwickeln und die Bereitschaft, sich dem
· Überprüfung und Reflexion der eigenen haben, führt zu einer hohen Belastung von El- zu stellen, muss gelernt sein.
Haltung bezogen auf Kinderrechte tern. Plötzlich verändert sich das Leben der Fa- Zudem muss das hausinterne Konzept an-
· Fehlerkultur „wo sind meine Grenzen“ und milie. Wünsche und Vorstellungen zerplatzen gepasst werden. Hierbei ist es wichtig, über
daraus resultierend Sensibilisierung und wie eine Seifenblase. Alles muss im Hier und die eigene Haltung und das Menschenbild
ressourcenorientierte Umsetzung Jetzt neu geregelt werden und dabei sind die zu reden und festzulegen, wie die gemeinsa-
· Machtstrukturen Erzieher- Kind Eltern noch in einem Prozess, ihr Kind, so wie me pädagogische Arbeit in Zukunft gestaltet
· Alltagssituationen beleuchten wie es ist, anzunehmen und zu lieben. Ein Wech- werden soll.
Mittagessen, Wickelsituation, Mittagsschlaf selspiel des Nichtverstehens, der Trauer und Folgende Inhalte werden im Rahmen der
in Bezug auf Kinderrechte und Kinderschutz des Leugnens führt zu einem veränderten Teamschulung bearbeitet:
Kommunikationsverhalten der Familien Drit- · Was bedeutet Inklusion für den
Auswärts 09:00-16:00 Uhr, 1*, 7 UStd., ten gegenüber. Schnell entsteht in der Familie Elementarbereich?
Christina Kefalidis, 0.00 €, 241W386000 eine Überlastungssituation. Besonders dann, · Inklusion - wir machen uns auf den Weg
wenn Außenstehende viele gute Ratschläge · Was brauchen Kinder mit einem
» Gebärden-unterstützte Kommunikation präsentieren und erwarten, dass diese ange- Förderbedarf? Strategieentwicklung für den
im Kita-Alltag: Guck mal wer da spricht! nommen werden. Die Familie braucht Zeit zum Kita-Alltag
Teamfortbildung für pädagogische Fachkräfte/ Nachdenken. In solch einer fragilen Situation · Kindzentrierte Fallbesprechung
Kindertagesstätten der Stadt Wuppertal sind Fachleute aufgefordert, einfühlsam und · Konzeptentwicklung - mit welchen Inhalten
Angesichts veränderter Betreuungsstrukturen mit Geduld die Familie zu begleiten. ergänzt das Team sein pädagogisches
und einem Zuwachs an Sprachvielfalt werden Im Rahmen des Seminars werden wir uns mit Konzept
die Fachleute in Kindertageseinrichtungen vor folgenden Themen beschäftigen:
immer größere Herausforderungen gestellt. · Bedeutung einer Elternkooperation im Auswärts 9:00-16:00 Uhr, 1*,
Durch den Ausbau von U3-Gruppen sowie inklusiven Kontext 7 UStd., Kornelia Schlaaf-Kirschner, 0.00 €,
der zunehmenden Integration von Kindern · Grundlagen der inklusiven Gesprächsführung 241W386015
mit Migrationshintergrund scheint oftmals Theoretische Grundlagen zur Elternkooperation
eine gemeinsame Sprache zu fehlen. An dieser und inklusiven Gesprächsführung werden von » Wenn Nervensägen an unseren Nerven
Stelle bekommt der Einsatz von GuK eine be- der Referentin vermittelt. sägen (nach Rhode/Meis)
sondere Bedeutung, um den Erziehungsalltag Die inklusive Gesprächsführung wird über prak- Teamfortbildung für pädagogische Fachkräfte/
zu erleichtern. Die Gebärden unterstützte tische Übungen und Rollenspiele eingeübt. Kindertagesstätten der Stadt Wuppertal
Kommunikation (GuK nach Etta Wilken) ist ein Das gemeinsame Reflektieren ist ein wichtiger Regelverstöße und Konflikte gehen ganz schön
erprobtes Instrument zur frühen Sprachför- Bestandteil des Seminars. an die eigenen Nerven und belasten alle. „Dies
derung. Sie bietet die Möglichkeit das Mitein- Das Seminar zeichnet sich durch einen hohen geht schon am frühen Morgen los und ist um
ander von noch nicht sprechenden, entwick- Praxisbezug aus. Die Teilnehmenden werden 15:30 Uhr noch lange nicht vorbei. Wir kom-
lungsverzögerten, sehr kleinen und zwei- so- gebeten, Kindbeschreibungen aus ihrer Praxis men da gar nicht mehr raus…“ Mittlerweile
wie mehrsprachig aufwachsenden Kindern zu mitzubringen. Ist ein Kind im Kita-Alltag auf- nutzen Kitas und andere soziale Einrichtungen,
erleichtern. GuK bietet aber auch die Möglich- fällig, zeigt es eventuell Verhaltensweisen, die wie Wohngruppen, das in allen Schulformen
keit die Teilhabe des Kindes in der Gruppe zu den Alltag des Kindes erschweren, dann stellen bereits bewährte Konzept der „Kontrolliert
erweitern und zu stärken. Sie dieses Kind in der Gruppe gerne vor. Wir eskalierenden Beharrlichkeit“. Es wurde ent-
Inhalte: werden uns das Kind gemeinsam vorstellen wickelt von Rudi Rhode und Prof. Mona Meis.
· Theoretische Grundlagen zu GuK und Strategien entwickeln, damit es gut am Eine klare Haltung und ein sicherer Umgang
· Einführung und Übung der ersten Gebärden Alltag teilhaben kann. Gemeinsam bereiten mit Regeln, der eigenen Rolle und dem eige-
(aus GUK 1 + GUK 2) wir ein Elterngespräch vor. Der weitere Teil des nen Auftreten erleichtern für alle Beteiligten
· Gestaltung praktischer Seminars dient der fachlichen Reflexion und auch Streit-Situationen.
Umsetzungsmöglichkeiten im der kollegialen Supervision. Wir arbeiten ganz praktisch mit der eigenen
Kindergartenalltag Körpersprache, die Orientierung gibt und
· Präsentation von Spielideen zur Umsetzung Auswärts 9:00-16:00 Uhr, 1*, „Druck raus-Techniken“, die Räume öffnen und
von GuK 7 UStd., Kornelia Schlaaf-Kirschner, 0.00 €, Sicherheit gibt für alle und Wege heraus aus
Die TeilnehmerInnen haben u.a. die Möglich- 241W386010 Sackgassen. Die Fortbildung funktioniert ohne
keit, eigene in ihrem Gruppenalltag wichtige Power Point. Wir lernen durch Rollenspiele, im
Situationen, Rituale, Lieder oder Spiele in den » Inklusion in der Praxis eine Kindertagesstätte Dialog, anhand praktischer Beispiele und Refle-
Workshop einzubringen und mit Hilfe der GuK- macht sich auf den Weg xionen. Das eingeübte Wissen lässt sich gleich
Gebärden neu zu gestalten. Teamfortbildung für pädagogische Fachkräfte/ am nächsten Tag einsetzen.
Kindertagesstätten der Stadt Wuppertal
Auswärts 9:00-16:00 Uhr, 1*, 7 UStd., Die frühe Förderung von Kindern mit und ohne Auswärts 9:00-16:00 Uhr, 1*, 7 UStd.,
Julia Akanbi/Dialekti Tsiamitas, 0.00 €, Behinderung sehen pädagogischen Fachkräf- Rainer Wolf, 0.00 €, 241W386020
241W386005 te als eine Herausforderungen. Die Vielfalt
unter den Kindern erfordert eine individuelle
Bildungs planung und eine gute Zusammen-
arbeit mit den Eltern. Hierbei steht der gemein-
same Bildungsauftrag von Eltern und päda-
gogischen Fachkräften im Vordergrund. Die
Besonderheit liegt darin, dass auf Kinder mit
einem Förderbedarf besonders geachtet und
– 4 –

